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Bienchen & Bommel
Bienchen & Bommel
Siehe auch:
Abszesse
Zahnprobleme
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Eine Abszess Erfolgsgeschichte ...

Unser Bienchen hatte einen schlimmen Unterkieferabzeß, der aber erst gar nicht als solcher erkannt wurde. Der Eiter kam aus den unteren Schneidezähne und man vermutete zuerst, dass dort in den Zahnwurzeln auch der Herd des Übels lag.

Es wurde ein OP-Termin festgelegt, bei dem eigentlich die Schneidezähne gezogen werden sollten. Als Bienchen dann in der Narkose lag und die Sache genauer untersucht werden konnte, wurde festgestellt, dass der Auslöser ein walnußgroßer Abszess im hinteren Unterkieferbereich war, der allerdings nach innen ging und daher äußerlich nicht erkennbar war und der Eiter suchte sich den Weg über die Zähne zum abfließen. Zu allem Überfluß war auch schon der Unterkieferknochen angegriffen. Also, der Abzeß wurde geöffnet und gereinigt und die betroffenen Knochenteile abgeschabt. Die Schneidezähne durften 'drin bleiben, aber einer wurde ganz tief gekürzt und das Zahnefleisch darum herum gelockert, so konnte der Eiter besser abfließen und das Ganze wurde belüftet. Na ja, so fachmännisch bekomme ich das jetzt nicht mehr zusammen, jedenfalls wurde sie von Baytril auf ein stärkeres Antibiotikum umgestellt. Ich weiß nicht mehr wie es heißt, aber ich wurde ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass es eigentlich nicht für Kaninchen gedacht sei, aber weil der Knochen so betroffen war, musste das stärker angepackt werden.

Leider eiterte es immer weiter, die AB musste schließlich abgesetzt werden und die Tierärzte in der Klinik gaben mir keine Hoffnung mehr.

Bienchen zeigt sich von dem aber ziemlich unbeeindruckt und hoppelte fröhlich durch's Leben, jagte ihren Kumpel und knabberte trotz Eiter Karotten.

Ich habe dann selber den Tipp mit dem homöopathischen Mittel "Staphisagria" bekommen. Das ist frei in der Apotheke erhältlich und kostet noch nicht einmal viel. Das habe ich ihr dann konsequent täglich gegeben, habe auch Babybrei zugefüttert mit Traubenzucker angereichert, damit sie bei Kräften bleibt. Das zog sich über Wochen, aber ganz langsam war zu sehen, dass der Eiter immer weniger wurde und schließlich gar nicht mehr zu sehen war. Der Zahn wuchs nach, das Zahnfleisch festigte sich wieder und Bienchen nahm auch zu.

Als ich sie dann wieder in der Klinik vorstellte, wo sie regelmäßig zum Zähnekürzen hin muss, war die Überraschung gelungen. Sie wurde nochmal gründlich untersucht, aber es war nichts mehr da, alles war sauber verheilt, Bienchen ist ganz gesund! Ich habe das Mittel noch etwas weitergegeben und die Dosis nur langsam verringert, bis ich es schließlich absetzte. Das ist jetzt ein halbes Jahr her und bis jetzt ist alls okay.

Ich will nicht behaupten, dass "Staphisagria" (oder überhaupt Homöopathie) jetzt das absolute Wundermittel ist, ich weiß auch von Fällen, wo es keine Heilung brachte. Aber ich denke, es ist mal zusammen mit viel Geduld einen Versuch wert!

Vielleicht konnte ich ja allen abszeßgeplagten Kanincheneltern ein wenig Hoffnung machen, dass es auch noch Erfolge zu melden gibt und drücke allen kranken Ninchen die Daumen, dass sie bald wieder ganz gesund werden!!!

Ergänzung zum Artikel:

Homöopathische Therapie:

Staphisagria D4, Globuli, 3 x täglich fünf Perlchen direkt eingeben.
oder in Tablettenform, 3 x täglich 1

Ich hatte Globuli genommen, weil ich hoffte sie wie Bonbons in Bienches Schnute schieben zu können - Pustekuchen, sie wollte nicht. Also habe ich sie in drei Tropfen Wasser aufgelöst und über eine nadellose Spritze in das Mäulchen gegeben. Dreimal täglich fünf Perlchen. Es gibt sie auch als Tablettenform, dann dreimal täglich eine. Manche Kaninchen futtern sie wie ein Leckerli, ansonsten auch auflösen oder fein zerrieben über die Lieblingsnascherei. Ich denke, die Kaninchenbesitzer müssen das nach den Eigenarten ihrer Kaninchen selbst austüfteln. Die Gabe kann sich über Wochen oder Monate hinziehen, also viel Geduld haben!


Vielen Dank an Andrea :-)
Wer übrigens mal sehen will, wie toll die beiden Ninchen leben, den verweise ich auf diesen Artikel: Andreas Kaninchenvilla


Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes erwerben kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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