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Fritz
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Siehe auch:
Kaninchenschnupfen
Zahnprobleme
Surftipps:
Zahnfehlstellungen (Zwergkaninchenforum, FAQ)
Tearing and Runny Eyes (HRS - San Diego, engl.)

Augen tränen beim Kaninchen

Seit ein paar Wochen tränt das rechte Auge meines Zwergkaninchen. Was man da machen kann?

Erst einmal prüfen, ob nicht eventuell Zugluft die Ursache für das Tränen sein kann. Dazu kannst du beispielsweise den Kerzentest machen oder dich selbst mal auf die Höhe des Kaninchenskäfig begeben. Nach einiger Zeit macht sich Zugluft bemerkbar.

Ursache für vehementes Augentränen auf nur einer Seite, könnte auch auf eine Zahnproblematik hindeuten. Es besteht nämlich eine Verbindung zwischen Kiefer und Auge. Zahnprobleme deuten sich leider erst recht spät an, viel zu oft auch zu spät. Meist merkt man es nur, wenn das Tier nicht mehr fressen mag und dann ist häufig schon die richtige Infektion am Toben. Und von Abszessen können dir manche Tierbesitzer ein leidvolles Liedchen singen. Diese Möglichkeit würde ich - sicherheitshalber - auf jeden Fall nach den Feiertagen mal von einem Tierarzt untersuchen lassen. Geht schnell, tut nicht weh und kann dir ne Menge Ärger ersparen... Leider kommen Zahnprobleme recht häufig vor.

Dritte Möglichkeit: Entzündungen der Augenlider, Lidbindehäute und der Augenhornhaut. Meist sind es Begleiterscheinungen von anderen Krankheiten, die man bisher nicht so wahrgenommen hat. Darum die Frage: leidet dein Tier vielleicht unter Schnupfen, benimmt es sich anders als sonst, ruhiger oder hat mehr Durchfall? Hat sich sein Allgemeinbefinden verschlechtert?

Vierte Möglichkeit: Reizung, allergische Reaktion. Gibt es ein neues Möbelstück in seiner Nähe? Irgendetwas was stark riecht? Verwendet ihr anderes Heu als sonst, andere Streu? Staubt Streu oder Heu mehr als früher? - Dann gilt hier die "Reizquelle" abzustellen. Kaninchen reagieren mitunter sehr empfindlich auf stark Riechendes, stark Staubendes ...

Was kannst du tun? - Ursachenforschung betreiben... aber das dauert natürlich seine Zeit. Störquellen abstellen, sofern sie abzustellen gehen. Je nach Ursache muss natürlich die Behandlung angepasst werden (Zahnbehandlung, antibiotische Salben...).

Die "Notversorgung", die als unterstützende Maßnahme immer gute Dienste leistet:

Augentrost - Tropfen (Euphrasia-Tropfen: z. B. Euphrasia officinalis Urtinktur). Ein homöopathisches Mittel, das für Augengeschichten aller Art sehr zuträglich ist. Damit - je nach Bedarf - ein oder mehrmals am Tag das betroffene Auge betupfen. Du kannst auch einen Tropfen ins Trinkwasser geben. Augentrost wirkt innen wie außen. Die homöopathische Urtinktur ist auf Alkoholbasis (70%) und hat damit auch desinfizierende Wirkung. Ein Tropfen im Trinkwasser schadet in dem Fall auch nicht.

Zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems empfehle ich dir eine Echinacea- Kur (roter Sonnenhutpresssaft). Nimm am besten wirklich den naturreinen Saft. Die alkoholfreie Variante von Echinacien vertragen meine Ninchen leider nicht, weil Geschmacksstoffe zugesetzt wurden. Diese Kur sollte aber mindestens 4-6 Wochen durchgeführt werden. Täglich ins Trinkwasser geben.


Sabine schrieb:
Mein Kaninchen Schnuffy hatte im Oktober 2003 auch über Wochen hinweg ein tränendes Auge. Verdünnte Calendula-Essenz half nicht. Beim Tierarzt wurde dann im Rahmen einer kleinen Operation mit örtlicher Betäubung eine Tränenkanalspülung vorgenommen. Aber der Kanal des tränenden Auges konnte nicht durchgespült werden (nach Auskunft der Tierärztin ist der Augenkanal bei Kaninchen oftmals zu eng, es kommt zu Verstopfungen und die Tränenflüssigkeit kann nicht richtig ablaufen und verklebt und nässt das Auge). Das Kaninchen kann auch mit einem tränenden Auge leben, wichtig ist hierbei nur, dass es zu keinen Augenentzündungen kommt. Wir haben Isopto-Max Augentropfen (Humanpräparat) verschrieben bekommen. Anfangs mussten wir die Tropfen 2 mal täglich und dann nur noch 1 mal täglich verabreichen. Nach einer Woche war das Auge wieder ganz trocken. Wichtig ist die tägliche Kontrolle des Auges.


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Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes erwerben kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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