Snuffy & Lumppy
Hallo liebe Kaninchenfreunde,
dürfen wir uns euch mit unseren zwei Lieblingsbildern vorstellen?
Ich bin Lumppy ... und ich bin Snuffy.
Wir wurden im Frühjahr 1998 in einem tiefen Erdloch am Rande eines
Naturschutzgebietes - zunächst unbemerkt von unseren "Menscheneltern"
geboren. Doch schon bald machte speziell ich - Lumppy - meine ersten
neugierigen Ausflüge und die "Menscheneltern" bekamen einen Riesenschreck,
als sich zu unserer frei ums Haus lebenden Kaninchenmutter plötzlich 10
Kaninchenkinder gesellten.
Eines Tages wurden wir von Sabine und Börries besichtigt und es muss Liebe
auf den ersten Blick gewesen sein, denn im Alter von 8 Wochen mussten wir
uns von unserer Hasenmama und den Geschwistern verabschieden. Wir zogen auf
den Balkon zu Börries und Sabine!
Großes Aufatmen bei unseren neuen Haseneltern, als sich schlussendlich
definitiv herausstellte, dass wir 2 Weibchen waren.
Ich - Snuffy - war froh, dass ich meine Schwester hatte, die von Anfang an
das Kommando übernahm. Lumppy ist viel neugieriger und mutiger als ich und
macht auch viel Blödsinn, der unsere Haseneltern oftmals in Angst und
Schrecken versetzt. Gestört hat mich das nicht, bis eines schönen
Tages.... - aber davon später.
Bald wollten wir unser weiteres Umfeld erkunden und durften unter Aufsicht
in ein Freigehege im Garten. Doch wir wollten mehr! Bald machten wir Sabine
und Börries klar, dass der g a n z e Garten genau unseren Vorstellungen von
einem Hasenrevier entsprach. Zwei Mal unternahm Lumppy einen Ausflug in
Nachbars Garten; dort hat's ihm aber nicht so gut gefallen und er beschloss,
es künftig zu unterlassen.
Der erste Winter kam, und die Nächte in unserem Hasenkäfig auf dem Balkon
wurden frischer. Seit Tagen hörten wir es im Keller klopfen, hämmern und
sägen. Ein weiterer Umzug stand bevor: der Einzug in unsere zweistöckige
Hasenvilla.
Wie Ihr seht, besteht das Erdgeschoss aus Esszimmer und WC; oben im
Dachgeschoss befindet sich unser geräumiges Schlafzimmer.
Hier fühlen wir uns wohl! Im Winter steht unser Haus auf dem Balkon. Dort
ist es geschützt und wir können von unseren Haseneltern einfacher versorgt
werden. Im Frühjahr bis Herbst wollen Sabine und Börries selber auch den
Balkon benützen und wir ziehen in den Garten. Wir haben ihnen aber klar
gemacht, dass sowohl der Balkon als auch der gesamte Garten unser Reich ist.
Balkon und Garten sind durch eine Treppe verbunden. Damit die Treppe auch
von uns problemlos benützt werden kann, hat Börries im Herbst 2000 nochmals
sein Werkzeug ausgepackt. Welches Kunstwerk er für uns erschaffen hat könnt
Ihr auf dem folgenden Bild sehen.
Ich - Lumppy - habe durchgesetzt, dass wir den ganzen Tag unbeaufsichtigt,
aber gut eingezäunt, im Garten und auf dem Balkon sein dürfen. Für den Fall,
dass uns je mal Gefahr drohen sollte, haben wir vorgesorgt. Wie? Das seht
Ihr auf dem folgenden Bild...
Monatelang haben wir uns beide als Bauarbeiter betätigt und den Garten
untertunnelt. Wir haben an zwei verschiedenen Stellen im Garten zu graben
angefangen, wobei sich die Höhlengänge irgendwann getroffen haben, so dass
ein richtiger Tunnel mit ca. 3,5 bis 4 Meter entstanden ist. Ihr könnt euch
jetzt sicher vorstellen, dass wir unser Hasenparadies auf Erden bei Sabine
und Börries gefunden haben. Bis eines Tages der Friede im Paradies gestört
wurde... - aber diesen Teil unserer Lebensgeschichte erzählt euch meine
Hasenmutter am besten selber.
Eines schönen Sonntags im Oktober 2000 sahen wir plötzlich, wie sich Lumppy
und Snuffy rauften, ja sich sogar richtig ineinander verkeilten. Zuerst
haben wir uns keine großen Gedanken darüber gemacht, aber als wir nach drei
Stunden vom Spazieren gehen zurückkehrten, konnten wir im ganzen Garten
verstreut ausgerissene Fellteile entdecken. Und der Kampf ging weiter!
Es wurde noch so schlimm, dass wir uns noch am selben Abend zur Trennung der
beiden entschlossen. Als wir anschließend unsere Kaninchen untersuchten,
haben wir bei beiden viele und teilweise auch tiefe Bisswunden entdeckt. Aus
Angst vor evtl. Entzündungen haben wir die Wunden mit Calendula-Essenz
behandelt.
Zunächst kam Lumppy in ein Hasenkäfig; Snuffy durfte die Hasenvilla allein
bewohnen. Nach mehrmaligen Vereinigungsversuchen unsererseits, die jedes Mal
in einem verbissenen Kampf endeten, war uns klar, dass wir das Hasenhaus
umbauen mussten, zumal auch die Nächte langsam wieder kälter wurden. Und so
entstanden aus dem großzügigen Einfamilienhaus zwei Reihenhäuser, die
zunächst durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt waren.
Jetzt war jeder wieder in seinem geliebten Haus und konnte so zumindest den
anderen sehen! Zwischen Balkon und Garten gibt es jetzt eine Trennung und
jeder darf einen Tag im Garten und den anderen Tag auf dem Balkon verbringen
und umgekehrt. Im nächsten Schritt hat Börries in die Plexiglasscheiben
Löcher reingebohrt, damit sich Lumppy und Snuffy nicht nur sehen, sondern
auch riechen können. Vor ein paar Wochen haben wir dann die Glasscheibe, die
die Schlafzimmer im 1. Stock voneinander trennt, durch einen
Maschendrahtzaun ersetzt. Jetzt können sich die beiden auch wieder spüren,
denn jeder schläft auf seiner Seite direkt am Zaun.
Seit der Trennung hat sich zwar die Beziehung zu uns verstärkt - sie
genießen unsere Streicheleinheiten mehr als früher - doch lieber wäre uns,
wenn wir Lumppy und Snuffy wieder zusammenlassen könnten.
Wir vermuten, dass es sich bei diesen Kämpfen um sog. Rangkämpfe handelt,
die bei Kaninchen ja öfters vorkommen sollen.
Vielleicht kam der Augenblick, da Snuffy nicht mehr die "zweite Geige"
spielen wollte? Vielleicht will Snuffy jetzt einfach Lumppy nicht mehr als
den "Boss" akzeptieren, der er bisher war?
Anmerkung des Kaninchenweb: Inzwischen verstehen sich Lumppy und Snuffy wieder. Die Kämpfe wurden
immer schwächer und irgendwann waren sie wieder ein Team. Allerdings können solche Konkurrenzkämpfe immer mal wieder
aufflammen. Da heisst es dann für uns Kaninchenbesitzer starke Nerven zu bewahren!
Herzlichen Dank an Sabine Burkhardt für den tollen Bericht und die wunderschönen Fotos! :-)
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