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Anleitung zum Bau unseres Nickeldaches (Pyramidengehege)

von Christina Sagel

Vorwort
Der Begriff „Pyramidengehege“ kommt so häufig vor, da habe ich mir etwas ganz Explosives einfallen lassen, wo man sofort erkennt, dass es sich hierbei um das Gehege von Julia und Christinas Kaninchen handelt.

Was für ein Gehege soll her ?
Ich stöberte mal wieder im Internet und kam auf eine sehr interessante Homepage. Dort waren die verschiedensten Kaninchengehege vorgestellt und es waren ziemlich viele Pyramidengehege dabei. Ich studierte die Bauanleitungen durch, fragte in Foren über Erfahrungen mit solchen Gehegen nach und dann stellte ich meinem Vater unsere Idee vor. Er war total begeistert, obwohl man es ihm nicht ansehen konnte.
Er machte sich sogar Gedanken und fertigte Skizzen an.
Wie beim Bau des ersten Geheges mischten wir wieder all unsere Ideen und Vorschläge und daraus wurde ein wunderbares Gehege, welches genau neben dem anderen in unserem Garten steht.

Größe
Nachdem ich gelernt habe, dass 9qm für sechs Kaninchen wirklich winzig ist, entschloss ich mich für jedes Tier zwischen 2-3qm zu wählen.
So kamen wir auf eine Gesamtgrundfläche von 4,8qm. Jedem Tier stehen also 2,4qm zur Verfügung. Des weiteren misst das Nickeldach eine Länge von 3m und eine Breite von 1,60m.

Nickeldach
Skizze des Pyramidengeheges (gezeichnet von Julia)

Gelb: Draht
Schwarz: Teerpappe, Bitumdächer
Rot: Tür
Braun: Bretter
Grün: Balken

Standort
Freundlichesterweise stellte mein Vater uns wieder einen Teil seines Beetes zur Verfügung.
Genau gegenüber von dem anderen Gehege. Die Nickels können sich auch noch sehen.
Leider waren auf dem Beetstück etliche Pflanzen, die wir vorher rausmachen mussten. Die Wurzeln haben sich schon richtig tief im Boden verankert, sodass dieses die Arbeit und somit auch die Dauer um einiges erschwerte.

Werkzeuge (die wichtigsten)
Akkubohrer
Tacker
Hammer
Gartenschere
Bohrmaschine
Spaten
Schippe

Material
Lärchenholz
3x3m Bretter, 20cm breit
4x2,20m Kanthölzer, 5x7 Dicke
1x3m Kantholz, 5x7cm Dicke
2x2,20m Latten
2x3m Latten
4x1,50m Latten
gesamter Preis: 60€

Holzbretter
(hierbei ist es ziemlich egal, welches Holz genommen wird)
insgesamt: ca. 5m
gesamter Preis: /

Draht (sechseckiger)
1x 25m lang, 1m breit Rolle, Stärke:
gesamter Preis: 35€

Bitumdächer
2 Stück schwarz
gesamter Preis: 9€

Scharniere
2 Stück (möglichst stabil)
gesamter Preis: 5€

Türverriegeler
gesamter Preis: 3€

Schrauben
4,0 x 50mm (Kreuzschlitzschrauben)
und noch viele andere, am besten holt man sich, falls man kein Handwerker ist ein ganzes Schraubensortiment
gesamter Preis: 8€

Tackernadeln
1x Packung
gesamter Preis: 6€

Eisenverbindungsstücke
2 Stück
gesamter Preis: 1,50€

Nägel
Am besten mittellange
gesamter Preis: 3€

Backsteine
8 Stück

Teerpappe
Reste

Anmerkungen und praktische Tipps
Bei dem Holz handelt es sich wie beim ersten Gehege wieder um Lärchenholz . Dieses eignet sich hervorragend, da es nicht gestrichen werden muss und sehr lange hält und nicht schimmlig bzw. morsch wird.
Natürlich ist es auch nicht gerade billig, aber bei anderem Holz würde noch Farbe zum Anstreichen dazukommen und wenn man Arbeit und Farbe zusammenrechnet, kommt im Endeffekt eh das Gleiche an Kosten raus.

Wir holten unser Holz in einem Sägewerk/Holzhandlung. Dort wird das Holz aber nicht auf die angegebenen Maßen zugeschnitten, sondern man muss immer die Längen abkaufen, die bestimmt sind. So kam es, dass wir noch eine Menge Restholz hatten und uns kurzer Hand entschlossen anstatt drei Dreiecke zu bauen eins mehr anzufertigen, aufgrund der Stabilität.

Hier die genauen Angaben, wie uns das Holz verkauft wurde:

Breite Höhe Stück Länge
5 7 4 2,5 m
    1 3
    2 3
    2 2,5
    1 1,5

Alles ergibt zusammen 11,50m Holz.

Die Angaben bei den Schrauben, Nägeln und Klammern für den Tacker sind nicht genau. Zum größten Teil hatten wir noch selber diese Sachen und mussten nur wenig dazukaufen.
Bei den Bitumdächern ist es am günstigsten, wenn man zweite Wahl kauft. Die Dächer sind genauso gut, nur dass sie meistens einen gelben Strich aufweisen.
Ich bezahlte anstatt pro Dach 7-10€ nur zwischen 4-5€.

Für das Gehege haben wieder den 6- eckigen Draht verwendet. Ich habe mich lange Zeit im Internet schlau gemacht und mir wurde immer wieder geraten den 4-eckigen Hasendraht zu kaufen. Mir wurde gesagt, dass Marder sehr schnell durch den 6-eckigen Draht kommen, aber nicht so schnell durch den 4-eckigen.
Da frag ich mich: Wenn ein Marder wirklich meine Kaninchen haben will, dann kommt er so oder so rein. Er bekommt den 4-eckigen wohl nicht so schnell durch, aber was bringt es ?
Aus diesem Grund habe ich mich also für die billigere Variante entschieden.
Holzbretter hatten wir noch welche im Schuppen stehen, deshalb steht oben keine Preisangabe.

Arbeitsschritte

1. Mit Spaten und Schüppe buddelten wir die Pflanzen heraus und buddelten diese schön brav an einem anderen Ort wieder ein.
Dies dauerte so ungefähr 2 Tage.

Hier sollte unser Nickeldach später stehen


2. In unserer Garage fertigten wir die einzelnen Dreiecke des Geheges an.
Insgesamt bauten wir 4 Dreiecke aus den Kanthölzern.
Hierzu benötigten wir 6 Kanthölzer (6x6 Breite) mit einer Länge von 2,20m.
Wie folgt gingen wir vor: Wir legten je zwei Hölzer zu einem Dreieck aneinander und schnitten mit der Stichsäge oben in jeden Balken ein Rechteck (5x7) rein. Die Kanthölzer haben unten einen Abstand von 1,55m.
Mit einer stabilen Latte verschraubten wir oben die zwei Kanthölzer, so dass ein Dreieck entstand. Das Ganze machten wir dann weitere dreimal.


Die Dreiecke (gestapelt)

3. Wir nahmen zwei von unseren insgesamt vier Dreiecken und schraubten unten ein 1,60m langes Holzbrett fest dran. Eins dieser Dreiecke bekam noch eine Holzwand verpasst, das heißt, dass wir das gesamte Dreieck mit Holz zunagelten. Diese zwei fertigen Dreiecke wurden nachher unsere „Außendreiecke“.

4. Jetzt begann die harte Arbeit im Freien bei 30 Grad Sommerhitze.
Wir trugen die Dreiecke an Ort und Stelle und stellten sie im Abstand von 0,75m auf
8 Backsteine verteilt auf. Die beiden Dreiecke mit den Brettern gehörten jeweils ganz außen hin. Durch die Backsteine erreichten wir, dass die Hölzer nicht ganz auf dem Boden stehen und so das Holz länger hält.


Die Holzwand, welche später noch mit Teerpappe „eingehüllt“ wurde

5. Das Ganze musste jetzt nur noch stehen und so legten wir den 3m langen Balken in die gesägten Öffnungen der Dreiecke rein uns verschraubten alles gut. Wichtig ist es, dass mit einer Wasserwaage genau gemessen wird, ob das Ganze auch gerade steht.

6. Das Gerüst nahm schon schnell an Gestalt an. Jetzt fehlten noch die zwei 3m Bretter, die wir an die Längsseite der Dreiecke unten anschraubten.


Das Gerüst mit Tür

7. Auf den Balken, der die Dreiecke verbindet, tackern wir Teerpappe, damit nachher, wenn es regnet, das Holz nicht nass wird, indem der Regen oben drauf stehen bleibt.

8. Das Gerüst steht schon, es fehlt nur noch die Tür, aber die kommt erst später.
Jetzt war erst einmal Knochenarbeit angesagt. Wir mussten den Draht in die Erde legen. In Richtung Holzwand gingen wir immer tiefer in die Erde, damit sie dort richtig schön und im Trockenen buddeln können, da hier nachher noch die Bitumdächer hin kommen. So legten wir nach und nach den Draht in die Erde und befestigten die Enden mit Hilfe des Tackers an den Holzbrettern.


Julia beim Verteilen der Erde – Papa beim Festtackern des Drahtes

9. Die Tür: Für die Tür brauchten wir nun die vier Latten von je 1,50m Länge. Diese schraubten wir zu einem Quadrat zusammen und befestigten an zwei Ecken zur Stabilität noch zwei Eisenverbindungsstücke.
Nun war unser Türgerüst fertig und wir brachten die Tür mit zwei Scharnieren am Gehege an.


Festschrauben der Tür

10. Jetzt konnten wir endlich das Gehege mit Draht bespannen. Dies ging relativ schnell, da wir immer den Draht an den Brettern unten festtackerten und die Rolle einmal über das Gehege hoben und dann wieder alles unten festtackerten und den Draht abschnitten.
Um ein Dreieck mit Draht zu bespannen muss man den Draht etwas zerschneiden und erst einmal probieren, wie es am besten klappt. Die Tür wurde natürlich auch bespannt, aber als Letztes.

11. Als vorletzten Schritt legten wir die Teerpappe um die Holzwand als Regenschutz. Wir schnitten uns ein Dreieck in Größe des Holzdreieckes zurecht, wobei dieses etwas größer sein durfte und tackerten es an dem Holz fest. Leider reichen hierbei Tacker nicht allein aus. Besser wäre es wirklich, wenn zusätzlich die Pappe mit Nägeln befestigt wird.


Die Holzwand war nun mit Teerpappe verdeckt und somit vor Regen geschützt

12. Unser Gehege ist fast fertig. Wir mussten nur noch die zwei Bitumdächer anbringen. Das taten wir mit Nägeln, welche wir in das Holz bohrten.

13. Der Verriegler durfte nicht fehlen, damit wir die Tür immer schön zumachen können.


Unser Nickeldach

Noch am selben Abend konnten die beiden glücklichen Bewohner einziehen und das Gehege erkunden.
Am nächsten Tag kauften wir noch eine Heuraufe und befestigten diese mit Schrauben.


Missy und Moses beim Erkunden ihres neuen Zuhauses – die Inneneinrichtung wird auch öfters geändert - einen Bau haben sie auch schon

Und so gehts weiter:
Trennung und Aufbau einer winterfesten Hütten




Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes erwerben kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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