Chouchou - Der Rückfall
Wir haben unseren kleinen "Hoppmatz" Chouchou/Lupo Klein Karfreitag-Morgen zu unserem großen Kummer verloren.
Er litt an diesem schrecklichen Schiefhals. Als diese Krankheit damals akut bei ihm auftrat, habe ich mich nicht damit abfinden wollen, dass man nicht mehr tun kann, als die klassische Tierheilkunst in einem solchen Fall vorsieht. Zum Glück gibt es das Medium "Internet" und so habe ich - vor allem dank dieser HP - einiges über diese schreckliche Krankheit gelernt.
Leider waren wir nach erfolgter und vor allem erfolgreicher Behandlung so naiv zu glauben, dass sie niemals wieder - und schon gar nicht bei unserem Chouchou - auftreten würde. Doch wie wir alle wissen: 1. Kommt es anders und 2. als man denkt!
Es ging ziemlich lange gut, nur irgendwie war unser kleiner Hoppmatz plötzlich anders. Ersichtlich war nichts, nur "so ein Gefühl" . Die Meisten von Euch kennen das sicher; Außenstehende merken es nicht, nur man selbst kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass etwas nicht stimmt, auch wenn es dafür keine Beweise gibt.
Tja, so war es leider auch bei Chouchou.
Beinahe zeitgleich hat unsere Tiffy Ubangi in ihrer "heißen Phase" sich für ein Böckchen gehalten und unseren Kleinen angerammelt (Chouchou hat aber sein Leben lang nicht mehr als 1.420 - 1.450 g gewogen und Tiffy wiegt bestimmt 1 kg mehr). Das daraufhin auftretende Hinken/Lahmen des rechten Hinterbeinchens schoben wir auf eine Art Bandscheiben-Vorfall, ausgelöst durch Tiffy's Grobheiten. Unsere Tierärztin schloss sich unserer Meinung an und weil wir auch keinen anderen Grund sahen und es sich auch besserte, schoben wir Gedanken an einen möglichen chronischen Verlauf des Schiefhalses noch weiter von uns.
Als es dann doch wieder schlimmer wurde (er konnte sein rechtes Hinterbeinchen kaum noch koordinieren), bin ich also wieder ab ins Internet und bin hier auf eine Erzählung gestoßen, die mich mehr als nachdenklich gemacht hat. Alle Zeichen deuteten auf einen chronischen Verlauf. Da packte uns wilde Entschlossenheit (leider viel zu spät), denn kampflos wollten wir nicht aufgeben!!!
Umgehend wurden also alle helfenden Medikamente eingesetzt!!!
Erschwerend kam allerdings hinzu, dass Chouchou dann nicht mehr so viel Hunger hatte und die eingesetzten Medikamente (Panacur, ein Antibiotika, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß und die Spritzen - Vitamin B -) setzten ihm zu. Das Antibiotika mussten wir wieder absetzen, da er Durchfall davon bekam und es ihm also mehr schadete als half.
Klar, dass unser Kleiner Extra-Leckerchen bekam, für die er auch sehr empfänglich war. Aber das konnte seine Gewichtsabnahme nicht verhindern.
Seine Lebensgefährtin K.Ninchen kümmerte sich rührend um ihn, aber als auch das "Wurmmittel" (Panacur) überhaupt nichts an seinem Befinden änderte, beschloss ich eine Blutuntersuchung machen zu lassen, damit geklärt werden konnte, ob sich der fiese Erreger vielleicht sogar in den Nieren manifestiert hatte. Zu allem Elend hatte er!!!
Das Ergebnis der Blutuntersuchung war niederschmetternd; alle Nierenwerte waren richtig schlecht > ABER: Chouchou machte zwar einen schwachen, aber auch durchaus an allem interessierten Eindruck. Sollten wir ihn so einschläfern lassen???
Gemeinsam mit unserer Tierärtzin entschieden wir: "Nein"!!!
Er hatte sich nicht aufgegeben, warum sollten wir es also tun?!
Wie um es unter Beweis zu stellen, futterte er abends schon fast mit Heißhunger eine große Portion Löwenzahn.
Da das Wetter bombig war, kam unsere gesamte Rasselbande nach draußen und ich denke, unser Chouchou hat die letzten paar Tage, die er draußen verbringen konnte, richtig genossen.
Unsere Kaninchen haben viel eher als wir gemerkt, dass er stirbt. Sie haben sich eng an ihn gekuschelt und ihn gewärmt (und sich ausnahmsweise mal nicht gezankt), vor allem natürlich sein K.Ninchen. Dann am Gründonnerstag änderte sich ganz abrupt das Verhalten; sie machten regelrecht einen Bogen um ihn und ließen ihn - als gäbe es ein stilles Abkommen - ganz in Ruhe. Wir konnten oder vielleicht wollten wir es nicht merken... Er ist - wie bereits eingangs geschrieben - in der darauf folgenden Nacht verstorben. Chouchou/Lupo Klein ist unter seiner Rotlichtlampe, die er sehr genossen hat, eingeschlafen.
(Rein vorsorglich erwähnt sei an dieser Stelle, dass wir die Lampe per Zeitschaltuhr so programmiert hatten, dass er es angenehme kuschelig hatte, aber sich auch nicht überhitzen konnte, falls er zu schwach gewesen wäre, der Wärme auszuweichen).
Es war ein sehr, sehr trauriges Osterfest.
Jeder von Euch, der ein geliebtes Tier verloren hat, kennt diesen unerträglichen Schmerz und die Leere
Es ist völlig egal, wie viele Tiere man bereits schon verloren hat, es tut jedes Mal so weh wie beim ersten Verlust.
Die nagende Frage, ob wir ihn hätten retten können, wenn wir eher gehandelt hätten, ließ uns lange nicht los. Aber alle Selbstvorwürfe machen ihn nicht wieder lebendig und wir haben bitter bezahlen müssen, dass wir aus Angst vor einem möglichen Rückfall Argumente für die andere Diagnose gesammelt haben und uns selbst Glauben gemacht haben, dass es bei allen anderen Kaninchen so sein könnte, aber nicht bei unserem Liebling!!!
Bitte seid - im Namen Eurer Kaninchen - wachsam, was diese tückische Krankheit anbelangt!!!
Wir hoffen nur, dass unser Chouchuo/Lupo Klein an einem Ort ist, der Hoppel-Wiesen mit seinem Lieblingslöwenzahn und mit viel Sonnenschein für ihn bereit hält, andere nette Spielkameraden und vielleicht auch ab und an vielleicht sogar ein paar kleine Nudeln, die er sooo gern gefuttert hat, unser kleiner "Italiener".
Er hat immer einen Platz in unseren Herzen!!!
Von Chouchou gibt es noch einen weitere Artikel:
Chouchous Geschichte
Chouchous Schiefhals
Vielen Dank an Daniela für den Artikel!

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Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin,
der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die
Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über
mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick
zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen
sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten
Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten
Tierarztes erwerben kann.
Die Tipps ersetzten selbstverständlich
keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des
Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden
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