Durchfall
Mögliche Ursachen
Durchfall kommt immer mal wieder vor. Zuviel Grünfutter, eine plötzliche Umstellung des Futters von Trocken auf Grünfutter, verdorbenes Futter, zu kaltes Futter / Wasser oder eine Magen- oder Darmstörung, evtl. bedingt durch feuchte Einstreu und Zugluft.
Erkrankungen wie Wurmbefall oder Kokzidiose können auch mit Durchfall oder klebrigem Kot im Fell einher gehen und machen eine umgehende medizinische Behandlung notwendig.
Abhilfe
Regelmäßer Streuwechsel, nie Grünfutter direkt aus dem Kühlschrank verabreichen.
Keine Karotten und Gemüse aus dem Treibhaus, verzichten Sie auf die Gabe von Kopfsalat und Kohl, denn diese können schmerzhafte Koliken verursachen, auch von Bohnen ist abzuraten.
Tipps zur Behandlung daheim
Heu, heu, heu...
Perenterol - gibt`s in der Apotheke. Ein Hefepilz unterstützt das Gleichgewicht in der Darmflora.
Kräuterbehandlung:
- Kamillentee
- Ringelblumentee
- Pfefferminztee
Tee kurz überbrühen, abkühlen lassen und anstelle des Trinkwassers reichen
bei chronischem Durchfall: getrocknete Heidelbeeren
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Wenn das Kaninchen nicht mehr frisst, an Kraft verliert, ängstlich, vielleicht mit knirschenden Zähnen im Käfig sitzt, einen aufgetriebenen Leib hat oder sich Blut im Stuhl befindet ist Vorsicht geboten und der Gang zum Tierarzt angesagt.
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Mögliche Erkrankungen
Ist das Kaninchen vielleicht erst wenige Wochen alt?
Es gibt eine akute Durchfallerkrankung, die nur Jungtiere betrifft. Innerhalb weniger Stunden kann - muss aber nicht! - es hier zu Ende sein. Die Tiere bauen rasant schnell ab, werden unsicher auf den Pfötchen und kippen um (Gleichgewichtsstörungen).
Eventuell ist für diese Erkrankung ein Bakterium verantwortlich, das sich jedoch nur bei eine Störung der Darmflora einnisten kann. Weshalb Jungtiere besonders anfällig dafür sind. Vorbeugung: regelmäßer Streuwechsel, einwandtfreies Futter, kein Treibhausfutter, kein Kohl
Weitere mögliche Ursachen für den Durchfall können sein:
- Fütterungsfehler
- Vergiftungen, durch chemieverseuchtes Grünzeug
- bakterielle Infektion
- virale Durchfallerkrankung
- Parasiten
Die häfigste Infektion ist die Darmkokzidiose, die für andere Kaninchen sehr ansteckend ist. Diese wird durch einen Kotabstrich beim Tierarzt nachgewiesen. Das Tier sollte sofort isoliert werden.
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Homöopathische Unterstützung
Um die Behandlung durch den Tierarzt zu unterstützen ist Hygiene das oberste Gebot. Den Käfig regelmäßig reinigen, auf das Futter achten und und und...
Außerdem ist eine Austrocknung durch hohen Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Infusion durch den Tierarzt.
Die homöopathische Behandlung hängt von der Art des Durchfalls ab. (Hier gilt das Schlüssel Schloß-Prinzip. Das Krankheitssymptom wird mit einem Mittel behandelt, dass im Reinzustand, eben diese Symptome hervorrufen würde).
Aloe D6 - wird bei heftigem Durchfall mit breiigem Kot, auffälligem Schleimabgang verabreicht, der Durchfall erzeugt körperliche Schwäche, gelegentlich blutige Beimengungen
Antimonium crudum D6 - beim Durchfall mit totaler Erschöpfung. Kotabgang in kleinen Mengen, häfig schleimig und manchmal blutig; gelegentliches Erbrechen infolge Magenüberladung
Podophyllum D6 - Kot schießt wie Wasser aus dem After, Bauch ist druckempfindlich
Phosphorus D12 - Kot in kleinen Mengen, er ist schmal wie ein Faden, das Kaninchen muss trotz des weichen Stuhles heftig pressen
Verabreichung der Globuli (kleine Kugeln) z. B. in einem Stück Apfel oder im Trinkwasser, 5 - 10 Globuli täglich
Getrocknete Heidelbeeren bei chronischem Druchfall
Zur Unterstützung eine homöopathische Herzbehandlung:
Cardiacum Tab. (Fa. Heel)
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Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin,
der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die
Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über
mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick
zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen
sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten
Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten
Tierarztes erwerben kann.
Die Tipps ersetzten selbstverständlich
keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des
Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden
(z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser
Informationen entstehen.
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