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Hitzestau

Zwergkaninchen können nicht schwitzen. Wenn wir Menschen vor Hitze stöhnen und der Schweiß in Strömen läuft, muss das Kaninchen seinen Wärmehaushalt durch Hecheln ausgleichen.

Im Sommer lockt das Wetter die Menschen nach draußen und auch die Kaninchen verbringen oft ihre Tage im Freigehege. Bei großer Hitze sieht man die Tiere dösen. Meist werden sie erst gegen Abend aktiv. Doch Vorsicht: die Haltung im Freigehege birgt ihre Tücken! Kaninchen sind extrem hitzeempfindlich. Ein schattiges Plätzchen ist darum idealer Standort eines Freigeheges. Wenn die Tiere im Garten frei hoppeln können werden sie sich von selbst einen kühlen Platz zum Ausruhen suchen. Doch auch Autofahrten mit dem Kaninchen bei brütender Hitze oder ein falsch stehender Kaninchenkäfigs im prallen Sonnenlicht können zum gefährlichen Hitzschlag führen.

Langgestrecktes Liegen, Hecheln und ein tanzendes Näschen sind normal bei großer Hitze. Doch beginnt der gesamte Körper des Tieres zu beben, die Atmung wird sehr schnell und flach, das Kaninchen ist nicht mehr imstande sich von alleine an einen kühleren Ort zu bewegen, kann ein Hitzschlag vorliegen.
Dies ist für das Kaninchen sehr gefährlich und es sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Wenn das Tier nicht transportfähig ist oder am Wochenende kein Tierarzt aufzutreiben ist, sollten sofort Erste Hilfe Massnahmen ergriffen werden.

Bringen Sie das Tier in den Schatten, besser ins kühle Zimmer. Bieten Sie ihm zimmerwarmes, keinesfalls eisgekühltes Wasser zum Trinken an. Bereiten Sie dem Tier feuchte Umschläge, auch hier gilt: kein Eiswasser, sondern normales Leitungswasser. Zuerst kühlen Sie mit den Umschlägen den Kopf, dann die Läufe. Zur Stärkung des Kreislaufs sollten Sie dem Tier erkalteten Bohnenkaffee einflößen. Einem Jungtier bereitet man eine Tasse Kaffee mit 1/2 Teelöffel Kaffee zu, einem erwachsenen Tier mit 1 Teelöffel.
Wenn sich die Lage stabilisiert, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der kreislauffördernde Mittel gibt.

Anzeichen eines Hitzschlags:
Das Kaninchen liegt am Boden und hechelt. Sein Körper bebt heftig. Die Nasenflügel sind weit aufgerissen, das Maul ist eventuell geöffnet und die Atmung geht sehr schnell und flach. Das Tier wirkt äußerst schwach, will und kann nicht mehr aufstehen und wenn, taumelnder Gang.
Erste Hilfe Maßnahmen beim Hitzestau:
  • Kaninchen sofort in den Schatten bringen
  • zimmerwarmes Wasser zum Trinken anbieten
  • mit feuchtem, aber nie eiskalten Umschlägen, zuerst Kopf, dann die Läufe kühlen
  • zur Stärkung des Kreislaufs Bohnenkaffee einflößen; Jungtiere 1/2 Teelöffel löslichen Kaffee auf eine Tasse, erwachsene Tiere 1 Teelöffel auf eine Tasse



Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken und damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes aufbauen kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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