Haltung    Verhalten    Ernährung    Gesundheit    Buchtipps    Download    Links    Kontakt    Home   
Rocky & Chucky
10 Dinge, die Sie unbedingt wissen sollten...
  1. Hauptnahrungsmittel: Heu, täglich frisch reichen.
  2. Körnerfutter oder Fertigfutter macht fett! Täglich nur kleine Portion reichen. Am besten reines Pelletfutter mit hohem Rohfasergehalt (mindestens 16%) verwenden. Nach langsamer Gewöhnung kann auch vollständig auf Grünfutter umgestellt werden (bei der Heimtierhaltung ist das aber schwierig).
  3. Zähne wachsen ständig; Futter muss für Abrieb sorgen, z. B. durch Zweige & Äste zum beknabbern.
  4. Grünfutter - Achtung: Falsch oder zuviel gereichtes Grünfutter kann Durchfall, Magenaufblähung und andere Folgen haben... - Bitte informieren Sie sich über die richtige Grünfuttergewöhnung.
  5. Käfigreinigung: mindestens 1 x pro Woche oder häufiger
  6. Auslauf: Kaninchen benötigen viel Bewegung. Das Leben im Käfig macht sie apathisch. Am besten, man ermöglicht ihnen einen ständigen Auslauf in einem interessant gestalteten Gehege. Außenhaltung im Freigehege ist optimal. Je länger, je interessanter der gestaltete Auslauf, desto besser.
  7. Täglich frisches, zimmerwarmes Wasser.
  8. Kaninchen knabbern Kabel, Teppiche & Tapeten an: Natürliche Knabbereien ermöglichen! Der Nagetrieb ist sehr ausgeprägt.
  9. Hitze: Kaninchen vertragen keine Hitze, Käfig oder Freigehege nie in praller Sonne ohne schattigen Ausweichplatz stellen!
  10. Krallenschneiden - Krallen wachsen ständig, mit Krallenschere ca. alle 3 Monate schneiden oder Möglichkeiten zum natürlichen Abnutzen (z. B. Buddelkiste, Freilauf im Garten mit Möglichkeit zu Buddeln) schaffen.

Leitfaden für Kaninchenneulinge

Jeder erfahrene Kaninchenbesitzer war meist einmal ein unerfahrener Kaninchenbesitzer. Dieser Artikel soll helfen die häufigsten Fehler in der Kaninchenhaltung zu vermeiden und ein wenig Verständnis für die Zwerge aufzubauen.

Viele Gründe führen zur Anschaffung eines Zwergen: knuddeliges Aussehen, einfache Haltungsbedingungen, Anspruchslosigkeit. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, auch die Haltung von Kaninchen bedeutet einigen Aufwand.

Zunächst einmal sollte sich jeder zukünftige Kaninchenhalter darüber klar werden, dass Kaninchen in der freien Wildbahn in familiären Gruppen leben. Das bedeutet, das Kaninchen ist kein Einzelgänger wie beispielsweise eine Katze. Artgerechte Haltung heißt für die Zwerge darum: keine Einzeltierhaltung, sondern zumindest zu zweit. Doch wer glaubt, damit sei es getan, irrt. Der Grund, warum viele die Einzeltierhaltung bevorzugen, liegt in dem starken Dominanzverhalten der Tiere begründet. Es kommt zwangsläufig zu Rangkämpfen. Keine zwei Weibchen und keine zwei Männchen begleiten denselben Rang. Empfehlenswert ist die Haltung von Pärchen, doch Achtung: mit ca. 4 Monaten sind die Tiere geschlechtsreif.

Inzwischen gibt es zwei Möglichkeiten bei der Kastration der Rammler: Frühkastration und die "normale" Kastration, die etwa mit 4 - 5 Monaten gemacht wird. Bei der Frühkastration wird der Rammler vor Eintritt der Geschlechtsreife kastriert. Er wird somit nie geschlechtsreif, muss nicht vom Weibchen getrennt werden. Bei einerKastration nach Eintritt der Geschlechtsreife, sollte der Rammler 4 - 6 Wochen von dem Weibchen getrennt werden, da noch fortpflanzungsfähige Samen gespeichert sind. Danach muss jedoch mit einer längeren Zusammenführungsphase gerechnet werden, da jede Trennung bei geschlechtsreifen Tieren zu Rangkämpfen führen kann.

Pärchen weiblichen Geschlechts vertragen sich besser, wenn sie schon als Jungtiere zusammen sind. Paare unkastrierter Rammler vertragen sich in der Regel überhaupt nicht. Doch auch wenn sich die Tiere vertragen, es kommt immer wieder zu Rangeleien, darum ist ein zweiter Käfig eigentlich Pflicht. Weitere Infos: --> Kaninchen in der Gruppe

Die richtige Ernährung des Zwergen ist im Grunde ganz einfach und wird doch sehr häufig falsch gemacht. In der freien Wildbahn fressen Kaninchen hauptsächlich Gras. Genau darauf ist ihr Verdauungssystem, sowie ihre Zähne abgestimmt und genau deshalb reagieren Kaninchen auf falsche Ernährung sehr empfindlich. Die Hauptspeise des Zwergen ist Heu und nochmals Heu. Industriell "veredelt" gibt´s das sogenannte Pressheu. Diese Pellets werden vor allen von professionellen Kaninchenhalten und in der Zucht verfüttert und sollen das Heu ersetzten. Im Misch- oder Vollfutter für Kaninchen sind diese Pellets ebenfalls enthalten und werden dort stets von meinen Zwergen heraus selektiert. Frisches Heu ist ihnen lieber und erfüllt zusätzlich auch noch eine weitere Funktion: es nutzt die Zähne der Tiere ab. Wichtig: Kaninchenzähne wachsen ständig. Sie sind zwar keine Nagetiere im strengen Sinne, benötigen aber ständig was zum Knabbern, um die Hauer abzunutzen. "Knabberstangen" von diversen Herstellern sind was zum Naschen, für diesen Zweck jedoch völlig ungeeignet. Helfen Sie den Kerlchen, reichen Sie frische Zweige bspw. vom Kirschbaum! - Nicht nur junge Triebe, Knospen, sondern auch das Entrinden der Zweige erfüllt die Kerlchen mit Freude und gibt ihnen wirklich was zu schaffen. Das Körnerfutter wie es mit dem Fertigfutter gereicht wird, ist eigentlich für Kaninchen - trotz anderslautender Werbung - nicht geeignet. Es enthält neben Samen, auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Nüsse. Nun, in kleinen Mengen, empfohlen wird zwei Eßlöffel pro Tag und Tier ist auch dieses Futter unbedenklich. Ausschließlich gereicht führt es zu diversen "Wohlstandserkrankungen", Fettleibigkeit als Beispiel, die auch für Kaninchen zum echten Problem werden kann.
Grün ist für Kaninchen eine magische Farbe. Als ich meine ersten Zwerge bekam, gab´s als erstes eine gehörige Portion frischen Löwenzahn. Die Kerlchen, sonst nur Trockenfutter gewöhnt, sprangen sofort darauf an und sogleich waren wir die besten Freunde. Abends sah´s dann düster aus: Durchfall und lange Hasengesichter. Manchmal kann das bitter enden. Grün- und Saftfutter ist sehr wichtig für Kaninchen und neben dem Heu die Hauptspeise, aber ein abrupte Futterumstellung von Trocken zu Grünfutter oder das Zuviel bestimmter Gemüsesorten, kann schlimme, gar tödliche Folgen haben. Mehr dazu gibt`s unter --> Ernährung, sowie Verdauungsprobleme - Trommelsucht

Kaninchen sind keine Tiere, die für jedes Kind geeignet sind. Auf jeden Fall sollten die Kinder schon älter sein und vernünftig genug, um verantwortungsbewusst mit den Tieren umgehen zu können. Gerade Kleinkinder oder jüngere Kinder sollten mit den Tieren nicht alleine gelassen werden. Sie gehen noch sehr grob mit ihnen um.

Auch sind Kaninchen keine Kuscheltiere im eigentlichen Sinne. Katzen können flüchten, wenn ihnen die Streicheleinheiten im Augenblick unangenehm sind, Kaninchen nicht unbedingt. Aber sie können sich bei eventuellen Abwehrbewegungen doch sehr verletzen. Darum achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich der Verantwortung bewusst ist, und ihm nicht um jeden Preis seinen Willen aufzwingen will.
Denn auch Kaninchen sind sehr eigenwillig. Nur, wenn die Tiere ernsthaft "käfiggeschädigt" sind, verlieren sie ihre Persönlichkeit und lassen apathisch und scheinbar willig alles mit sich machen. So ein Kaninchen hatte ich mal. Es traute sich nicht aus dem Käfig heraus, weil es das nicht gewöhnt war, ließ sich willig durch die Gegend tragen, ertrug bereitwillig alles, was man mit ihm tat. Es schien, als habe er mit dem Leben abgeschlossen. Nun, nach einiger Zeit, begriff der Knabe, dass er hoppeln durfte, dass es andere um ihn herum gab... Seine Persönlichkeit entfaltete sich von Tag zu Tag mehr. Er entwickelte Vorlieben und zeigte uns deutlich, was er nicht so mochte. Kurz: er wurde ein selbstbewusstes, eigenwilliges, freches Kerlchen.
Damit die Tiere die Chance auf diese Entwicklung überhaupt haben, müssen sie oft und ausgiebig hoppeln dürfen. Zwingen Sie dem Tier nie Streicheleinheiten auf, wenn es die durch Gesten ablehnt (weghoppeln, Hand wegstupsen, gar beißen, arg strampeln.). Beschäftigen Sie sich viel mit ihm, besser noch, er hat einen Partner mit dem er sich ausgiebig beschäftigen kann. Aber Achtung: Achten Sie beim Freilauf des Kaninchens auf Ihre Wohnungseinrichtung! Kabel, Tapeten, Teppiche, Pflanzen, auch giftige, werden angeknabbert. Ein angeborenes Wissen um die Giftigkeit einer Pflanze gibt es nicht. Die Tiere lernen durch Probieren. Offene Schränke oder Nischen, Regale sind willkommene Verkriechecken - verbauen Sie sie, wenn Sie nicht möchten, dass die Tiere darunter verschwinden.
Am Schönsten ist es, wenn das Tier im Garten hoppeln darf. Hier sei der Bau eines Freigeheges empfohlen, am Besten mit Katzenschutz! Weitere Info: --> Freigehege



Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken und damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes aufbauen kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
Einkaufstipp:
zooplus.de
© by Kaninchenweb