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Flöckchen
Siehe auch
Würmer
Durchfall
Verdauungsprobleme
Fliegenmaden
Surftipps
Bericht des Tierärzteverbands
Alarmzeichen
  • Verdauungsstörungen: schleimiger, wässriger bis blutiger Durchfall, manchmal auch Verstopfung
  • aufgeblähter Bauch
  • Apathie
  • Fressunlust
  • ungeformter Kot (sonst Knödelchen!)
  • struppiges Haarkleid
Kotuntersuchung bringt Gewissheit!
Vorbeugung
  • Regelmäßiger Einstreuwechsel, mind. 2 x Woche, bei Jungtieren evtl. häufiger
  • regelmäßige Desinfektion der Trink- und Futtergefäße durch Auskochen
  • abgedeckte Heuraufe, Nippeltränke, Futterautomat, um Verschmutzung des Futters zu vermeiden
  • Quarantäne von Neuzusatz, Kotuntersuchung
  • Neuerdings gibts auch ein Kaninchenfutter für Jungtiere (von Mucki), dass den Anspruch erhebt Kokzidiose vorzubeugen, wahrscheinlich, indem es die Abwehrkräfte durch entsprechende Zusätze ins Futter stärkt
Unterstützende Behandlung
Wichtig: Die Behandlung mit dem Parasitenmittel kann nur vom Tierarzt durchgeführt werden. Die hier aufgeführten Möglichkeiten, können die Behandlung nur unterstützen, die Krankheit jedoch nicht heilen. Sie dienen lediglich der Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten!

  • zimmerwarmer, verdünnter Kamillen,- oder Ringelblumentee
  • bei chronischem Durchfall: getrocknete Heidelbeeren ins Futter

Kokzidiose - Besondere Gefahr für Jungtiere

Die Kokzidiose zählt mit zu den verbreitesten Kaninchenkrankheiten. Innerhalb kürzester Zeit kann es zum qualvollen Verenden der Tiere führen. Am Härtesten trifft es die Jungtiere, die bei Befall mit Kokzidien eine sehr hohe Sterberate haben. Aber auch ältere Tiere leiden an dem Befall mit den Einzellern. Hier kann jedoch ein Gleichgewicht mit dem Parasiten vorliegen, so dass jegliche Krankheitssymptome fehlen, bis besondere Umstände zum Umkippen des Gleichgewichts und damit zum Ausbruch der Krankheit führen. Darum sollten Kaninchen, die neu in eine Gruppe hinein kommen, vorher in Quarantäne und danach eine Kotuntersuchung durchgeführt werden, um das Einschleppen der Krankheit zu verhindern.

Sie tritt bei Kaninchen vor allen Dingen in ihrer Jugendzeit auf. Die Darmkokzidiose in der Altersgruppe 3-10 Wochen, die Gallengangskokzidiose ab der 7 Woche. Besonders bei Jungtieren ist die Todesrate bei Darmkokzidiose sehr hoch. Die Gallengangskokzidiose verläuft in der Regel eher schleichend und nicht akut. Hier tritt neben Gewichtsverlust, Apathie, vor allem eine leichte Gelbsucht auf. Auch hier sind die Jungtiere stärker betroffen, als Ältere. Eine Kotuntersuchung beim Tierarzt bringt Gewissheit. Es muss dann ein Parasitenmittel verabreicht werden.

Kokzidiosen sind Einzeller, Parasiten, die sich auf Kosten anderer Lebewesen ernähren, sich in diesen entwickeln und vermehren. Die schädliche Wirkung hängt vom Zustand des Kaninchens ab und der Befallstärke. Bei älteren Tieren hat sich oft ein Gleichgewicht zwischen dem Wirtstier und dem Parasit ausgebildet, dass dem Jungtier fehlt. Darum sind die Verluste, gerade bei jungen Kaninchen sehr hoch.
Die Ansteckung erfolgt durch direkte Aufnahme der Erreger mit dem Futter oder aus der Einstreu, bei der Pflege des Felles und beim Saugen der Jungtiere, wenn das Muttertier infiziert ist.

Symptome: Verdauungsstörungen, sind deutliche Zeichen einer Darmkokzidiose, schleimiger Durchfall, aufgeblähter Bauch, manchmal auch Verstopfung wird beobachtet. Die Kaninchen sind apathisch, zeigen Fressunlust, der Kot ist nicht geformt (sonst sind es kleine Knöddelchen).

Je nach Zahl der aufgenommenen Erreger, nach Widerstandskraft der Tiere und belastenden Umwelteinflüssen (Klima, Fütterung und Hygiene) kann die Kokzidiose spontan abheilen oder es können vermehrt Todesfälle auftreten. Es kann sich in vielen Fällen ein Gleichgewicht ausbilden, so dass die Tiere von Kokzidien befallen sein können, ohne Krankheitserscheinungen zu zeigen. Wird dieses Gleichgewicht durch Umwelteinflüsse oder innere Einflüsse z. B. andere Erkrankungen gestört, so bricht die Krankheit aus.

Eine Kotuntersuchung kann die Erreger nachweisen. Verschiedene Medikamente stehen zur Behandlung bereit. Wichtig ist eine ausreichend lange Behandlungsdauer.

Wichtiger ist die Vermeidung oder Verminderung der Ansteckung mit dem Erreger. Hierzu muss eine ausreichende Reinigung der Käfige mit nachfolgender Desinfektion erfolgen. Regelmäßiger Wechsel der Einstreu, Auskochen der Trink- und Futtergefäße mit Temperaturen über 80°C, sind sehr wichtig. Die Umgebung der Kaninchen soll sauber und hygienisch einwandfrei gestaltet werden, damit die Tiere eine ausreichende Widerstandskraft gegen den Krankheitserreger aufbauen.

Info Kokzidien

Insgesamt 7 Kokzidienarten leben im Darmkanal, eine Art kommt in Gallengängen und Leber vor. Sie vermehren sich in den Zellen der Darmschleimhaut und sind weitgehend wirtsspezifisch, d. h. Kokzidienarten der Kaninchen können sich nur bei Kaninchen entwickeln. Die Entwicklung der Einzeller verläuft in drei Phasen. Nach Aufnahme der Erreger mit der Nahrung oder durch Belecken von befallenen Gegenständen beginnt in den Darmzellen die ungeschlechtliche Vermehrung. Sie führt zur Zerstörung und zum Befall neuer Darmzellen. Nach mehreren solcher Teilungsvorgängen entwickeln sich männliche und weibliche Zellen, die miteinander verschmelzen (Befruchtung). Diese befruchtete Zelle umgibt sich mit einer zusätzlichen Schutzhülle und wird danach als mit dem Kot ausgeschieden. Um ansteckungsfähig zu bleiben, muss dieser Erreger außerhalb der Kaninchen bei einer optimalen Temperatur von etwa 30°C und hoher Luftfeuchtigkeit einen Reifungsprozess durchlaufen. Die Entwicklungsdauer der Einzeller im Kaninchen, von der Ansteckung bis zum Ausscheiden mit dem Kot, beträgt je nach Art 9 bis 12 Tage. In dieser Zeit lässt sich der Befall durch eine Kotuntersuchung nicht nachweisen.

Erfahrungbericht einer Tierhalterin

"Sie hatte mal wieder Durchfall wie sie es schon öfters hatte, ich nahm das nicht so ernst! Doch dann ließ ihr Appetit nach, was eigentlich recht ungewöhnlich war! Durch denn Durchfall war ihr ganzes Hinterteil verklebt; ich habe also in warmen Wasser ihr Hinterteil gebadet. Danach setzte ich sie wieder in den Käfig. Sie leckte wild an sich rum. Ungefähr ne halbe stunde später bin ich wieder in ihr Zimmer gegangen und da lag sie in der Ecke und war total anders!
Ich hatte gedacht das es vom Baden kommt und sie sich erst mal wieder erholen muß! Doch es wurde immer schlimmer. Sie aß nichts mehr und trank auch nichts mehr, nur wenn ich ihr die Flasche vor denn Mund gehalten habe! Sie hatte keinen Stuhlgang mehr und urieniert hatte sie auch nicht mehr. Es ging dann ab zum Tierarzt. Er meinte, es wäre Kokzidiose und nicht so schlimm. Er hat ihr eine Spritze gegeben und ein Mittel, das ich ihr ins Trinkwasser geben mußte!
Einen Tag später konnte sie nicht mal mehr aufstehn, sie lag nur noch apathisch in der Ecke! Die Kokzidiose hatte ihre Nieren zerstört. Sie hatte Schmerzen wenn man darauf fasste..."




Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken und damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes aufbauen kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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