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Siehe auch:
Auf Gerüche reagieren
Tapete fressen
Hände lecken

Markieren

Markieren mit der Duftdrüse unterm Kinn ist für Kaninchen lebensnotwendig. Kaninchen orientieren und verständigen sich in der Natur hauptsächlich per Nase. Daher markieren sie als Erkennungs- und Besitzzeichen alles, was für sie wichtig ist. Da die Tiere im Nahbereich auch nicht sehr gut sehen - ihre Augen sind auf Bewegungen der Weite, das aber gleichzeitig von vorn, hinten und oben, ausgelegt - ersetzt dieser für menschliche Nasen nicht wahrnehmbare Duft ihr Nahsehen. Sie markieren Stuhlbeine, das Schlafhäuschen, Futterstelle, kurz alles, was für sie relevant ist.

Das Kaninchen markiert nicht nur mit der Duftdrüse unterm Kinn, sondern spritzt manchmal auch Urin. Dieses Verhalten ist bei Kaninchen weit verbreitet. Es ist auch keine Unart - wie häufig dargestellt - sondern natürliches dominantes Revierverhalten. Wie stark dieses Revierverhalten jedoch ist, ist bei jedem Kaninchen verschieden und hängt manchmal auch mit dem Rang des Kaninchens zusammen. Weibchen markieren seltener mit Urin, jedoch passiert es da auch.

Bei einem Rammler gibt es eine Abhilfe: Kastration. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass das Tier hernach nicht mehr spritzt (kommt drauf an wie lange das Tier das schon tut, dann ist es auch eine Gewohnheit! Je jünger, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Urinspritzen aufhört.).
Aber nach der Kastration nehmen die männlichen Hormone im Blut ab und das sorgt zumindest dafür, dass es nicht mehr so stinkt. Außerdem verliert das Tier das starke Dominanzverhalten und auch der - für ein alleinlebendes Kaninchenböckchen ohne weibliche Gesellschaft - doch sehr quälende Sexualtrieb, der manche Tiere sogar dazu treibt den Fuß des Besitzers zu "berammeln", vermindert sich. Ich habe bei meinen Rammlern nach der Kastration die Erfahrung gemacht, dass das Urinspritzen aufhört (jedoch habe ich ein Weibchen, das hin und wieder den Kaninchenbock besprengelt!).



Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin, der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten Krankheitserscheinungen wecken und damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten Tierarztes aufbauen kann. Die Tipps ersetzten selbstverständlich keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden (z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser Informationen entstehen.
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