Anleitung zum Bau einer Kaninchenvilla
Kaninchen leben in der Natur in Höhlen. Hier fühlen sie sich geschützt und
sicher und hier können sie auch unbeschadet einen Winter im Freien überstehen. Das
Hauskaninchen hat oft keinerlei Rückzugsmöglichkeit und fühlt sich so seinen
menschlichen Freunden wie ausgeliefert. Ein Schlafhäuschen sollte darum in jedem Kaninchenzuhause
üblich sein. Die komfortabelsten Kaninchenvillen gibt es nicht zu kaufen, da muss man selbst
ran!
Diese Luxusausführung einer Kaninchenvilla wurde von Ditmar Keusemann konstruiert. Die
Bauanleitung wurde mir freundlicherweise von Sabine Schnabel zur Verfügung gestellt.
Vielen herzlichen Dank!
Das Holz:
Es muss folgende Kriterien erfüllen:
Im Fachgeschäft empfahl man uns Kiefernholz druckimprägniert.
Sonstiges Zubehör:
-
Jede Menge kurze und etwas längere Schrauben.
- Zwei bis drei Scharniere für den Deckel.
- Zwei Scharniere (etwas kleiner) für die Türe.
- Drahtgitter (oder Kaninchendraht) für die Türe.
- Einen Riegel (für die Türe)
Das Werkzeug:
-
Schmirgelpapier (VIEL SCHMIRGELPAPIER)
- Säge
- Akkuschrauber
- Bohrer
- Zollstock
Der Boden:
Um den Boden stabil und trocken herzustellen, nimmt man zwei der Vierkanthölzer und befestigt auf ihnen 8 zurecht geschnittene und an den Kanten geschmirgelte Bretter.
Die Bretter immer schön dicht aneinander setzen!
Zum Schluss noch zwei Vierkanthölzer an den offenen Seiten verschrauben, damit sich keine Mäuse oder andere ungebetene Gäste unter die Villa einziehen.
Grundfläche c.a. 90x110 cm
Die Rückwand:
Die Rückwand konstruiert man ähnlich wie den Boden. Zwei Vierkanthölzer als Stabilisatoren, 4 lange Bretter fest verschrauben. (Schmirgeln nicht vergessen !!!)
Höhe c.a. 80 cm
Die Vorderwand:
Zuerst eine Rückwand bauen.
Dann schneidet man einen Eingang in das Holz. (20x20 cm)
Ihr werdet dann merken, dass die Wand etwas unstabil wird. Um diesen Missstand (es lebe die neue Rechtschreibreform sss?!) zu beseitigen, verschraubt man rasch einen Unterstützungsramen von Innen um den Eingang.
Die Seitenwände:
So, nun ist Geschicklichkeit gefragt!
Einer hält die Rückwand, ein anderer die Vorderwand und nun werden die kurzen geschmirgelten Seitenbretter auf den Vierkanthölzern der Vorder- bzw. Rückwand verschraubt.
Ganz wichtig: Alles muss fest sitzen.
Die Zwischenwand:
Damit des unsere Schützlinge schön mollig warm haben, haben wir in der Mitte der Villa eine Trennwand eingebaut. Diese wurde vorher ebenfalls mit einem Schlupfloch (20x20) versehen.
So haben die Kleinen einen Wohn- und Essbereich und ein tolles Schlafzimmer.
Der Deckel:
Hinten werden einfach zwei lange Bretter verschraubt.
Für die Klappe haben wir einfach wieder kleine Bretter miteinander verschraubt, sie unten mit einer Latte unterstützt und mit zwei Scharnieren an den beiden hinteren Brettern verschraubt.
Die Türe:
Für die Türe haben wir aus Übrig gebliebenem Material einen Rahmen gebaut und diesen mit einem Gitternetz bespannt.
Diese Türe so anzubringen, dass sie im Lot hängt und dann auch noch der Riegel greift ist etwas kniffelig, aber es ist ja schließlich schon fast die Abschlussarbeit!
Das Innenleben:
Wir haben im Zoogeschäft eine Metallheuraufe gekauft und diese im Innenraum auf die Zwischenwand geschraubt.
Für die Nippeltränke habe ich einfach zwei Drähte gespannt, wo ich sie reinhängen kann.
Schwuppsiwupp, fertig sind wir.
Welche Dicke, Breite und Länge eure Bretter haben sollen, sucht ihr euch besser selber aus.
Je nach Größe der Ninchen oder Meerlis und nach Anzahl der Tiere muss die Villa eben größer oder kleiner sein.
Unser Holz ist 22 mm dick und 16 cm breit. Die Länge weiß ich leider nicht, da wir sowieso alles beim Fachhandel zurecht geschnitten hatten.
Wichtig ist auf jeden Fall das Schmirgeln. Es erleichtert die Arbeit, da man das Holz richtig anfassen kann, ohne ständig Splitter in den Händen und Klamotten zu haben. Und für die Schützlinge ist es sowieso besser!!!
Das ist der Deckel:
Eckansicht:
Hier kann man schön die Unterteilung sehen:
Der Essraum mit Durchgang zum Schlafgemach:
P.S. Weil das ganze Gebilde ziemlich schwer ist, haben wir an den Seiten Griffe angebracht.
Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin,
der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die
Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über
mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick
zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen
sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten
Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten
Tierarztes erwerben kann.
Die Tipps ersetzten selbstverständlich
keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des
Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden
(z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser
Informationen entstehen.
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