Kaninchenschnupfen (Ansteckender Schnupfen)
Hier finden Sie folgende Informationen:
Niesen - mögliche Ursachen
Es muss nicht immer gleich das Schlimmste sein. Häufiges Niesen kann verschiedene Ursachen haben, z. B. Staub oder Zugluft. Diese Ursachen dürften sich im Allgemeinen durch Verbesserung der Haltungsbedingungen und einen neuen Standard leicht abstellen lassen.
Auch eine Heuschnupfenallergie ist eine Möglichkeit.
Abhilfe
Regelmäßer Streuwechsel, viel frische Luft (keine Zugluft), einen geeigneten, geschützten Standort, eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung und genügend Bewegung im Freien, damit das Kaninchen widerstandsfähig wird, sind die allgemeinen Ratschläge.
Keine Besserung?
Verbessert oder verschlimmert sich der Schnupfen jedoch, ist die Nase feucht, läuft gar dauernd und das Kaninchen beginnt vielleicht sogar hörbar brummend zu atmen, dann ist es höchste Zeit für den Tierarzt.
Der Kaninchenschnupfen ist eine weit verbreitete Seuche. Ein Nasenabstrich kann eine Infektion mit der Seuche bestätigen, muss aber nicht. Andere Faktoren können die Diagnose verschleiern.
Das Schlimme am Kaninchenschnupfen ist nicht der chronische Schnupfen selbst, sondern die damit bedingte Immunabwehrschwäche. Das Kaninchen wird anfälliger für andere Krankheiten.
Die beste Behandlung des Schnupfens ist daher, ihn gar nicht erst zu bekommen. Seit kurzer Zeit gibt es eine Impfung gegen den Kaninchenschnupfen. Falls das Kaninchen in irgendeiner Form mit anderen Kaninchen in Berührung kommt, ist diese Impfung sehr empfehlenswert.
zurück
ACHTUNG!
Der Kaninchenschnupfen ist hoch ansteckend. Auch Kaninchen, die gesund aussehen, weder niesen, noch ein feuchtes Nässchen aufweisen, können mit dem Erreger infiziert sein!
Der Kaninchenschnupfen wird durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Mehrere bakterielle
Erreger kommen in Frage: Pasteurella multocida sowie Bordetella bronchiseptica.
Prinzipiell wäre es somit möglich die Krankheit mit Antibiotika zu behandeln. Tatsächlich zeigt diese Behandlung jedoch nur mäßigen Erfolg.
Ein Grund dafür mag sein, dass sich die Bakterien bevorzugt in den Nebenhöhlen des Kaninchens festsetzten und dort mit einer lokalen Antibiotikabehandlung kaum beizukommen ist.
In Wissenschaftskreisen wird jedoch auch diskutiert, inwieweit die Bakterien als Träger einer bislang unbekannten Virusinfektion fungieren.
Solange diese Fragen noch nicht eindeutig geklärt sind, wird eine Behandlung lediglich an den Symptomen der Krankheit angreifen.
zurück
Ist die Diagnose Kaninchenschnupfen gestellt, wird der Tierarzt eine Antibiotikabehandlung vorschlagen. Dem Kaninchen wird dabei mindestens fünf Tage lang - lieber sieben Tage - das Antibiotikum mehrmals täglich eingegeben. Die Menge ist abhängig vom Gewicht des Tieres. Damit es überhaupt wirken kann, ist es sehr wichtig, die Behandlung konsequent während der gesamten Anwendungsdauer durchzuziehen. Unterbrechungen und zu frühes Abbrechen, können dazu führen, dass sich die Erreger vom Angriff erholen und was noch verheerender ist, die Chance haben, gegen das Antibiotikum Abwehrmechanismen zu entwickeln.
Trotzdem werden die Erfolgsaussichten dieser Behandlung als eher verhalten angesehen.
WICHTIG - Vergessen Sie nicht Ihrem Kaninchen während der Behandlung Perenterol ins Trinkwasser zu geben. Die Antibiotikabehandlung schädigt das natürliche Gleichgewicht der Darmflora. Auch gesunde, nützliche Bakterien werden abgetötet. Perenterol besteht aus einem natürlichen Wirkstoff, einem Hefepilz und kann auch bei Durchfall gegeben werden (auch bei Menschen). Den Inhalt einer Kapsel ins Trinkwasser geben.
Zusätzlich sollte deshalb die Abwehrkräfte des Kaninchens gestärkt werden. Bewährt bei allen Infektionskrankheiten hat sich hier ein sogenannter Paraimmunitätsinducer. Dabei handelt es sich um abgetötete Teile von Schafpockenviren, die beim Kaninchen keine Krankheit erzeugen können, wohl aber in der Lage sind, die körpereigene Abwehr zu mobilisieren. Dies kann zumindest im Anfangsstadion der Krankheit zu einer Linderung der Symptome oder zur Verhütung von Schlimmeren führen.
zurück
Chronischer Verlauf
Es gibt zwei Krankheitsverläufe beim Kaninchenschnupfen: akut und chronisch.
Beim chronischen Verlauf hat sich das Kaninchen mit den Krankheitserregern arrangiert und befindet sich in einer Art Gleichgewichtszustand. Das Kaninchen kann mit den Symptomen leben, sofern keine weiteren Erkrankungen hinzukommen. Um dies zu vermeiden, ist eine Unterstützung der körpereigenen Abwehr anzuraten. Hierzu habe ich einige homoöpathische Tipps am Ende zusammengestellt.
zurück
Akuter Verlauf
Beim akuten Verlauf brechen die Bakterien in den Blutkreislauf ein und erzeugen so eine Art "Blutvergiftung". (Man verzeihe mir die Vereinfachung, ich bin nur interessierter Leie.) Der so geschwächte Körper hat kaum Verteidigungsmechanismen gegen weitere Angriffe von Krankheitserregern. Neben permanentem Niesen, kommt es zu erschwerter, hörbarer Atmung, eine Kopfschiefhaltung infolge einer Mittelohrentzündung kann hinzukommen, ebenfalls Durchfall. Das Tier trinkt und isst kaum, es wird apathisch, das Fell struppig und verliert Glanz. Die Krankheitszeichen verstärken sich und nach zwei bis acht Tagen kann der Tod eintreten.
zurück
Tipps & unterstützende Maßnahmen
|
Allgemeine Massnahmen
|
Thymian (Thymus vulgaris)
Wirkt entzündungshemmend, schleimlösend, stärkend, desinfizierend und
verdauungsfördernd. Thymian hilft bei Erkrankungen der Atemorgane wie Schnupfen,
Erkältungen, Bronchitis. Er hat eine natürliche Antibiotikum-Wirkung, stärkt
aber gleichzeitig das Immunsystem - im Gegensatz zu den echten Antibiotika,
die durch die Zerstörung der Darmflora immunschwächend wirken.
Als verdünnten Tee anstelle von Trinkwasser reichen.
|
|
Durchfallerkrankung
|
Heu, heu, heu...
Perenterol - gibt`s in der Apotheke. Ein Hefepilz bringt die Darmflora in Ordnung.
|
|
Bronchitis
|
Altes Hausmittel: gönnen Sie Ihrem Liebling ein Dampfbad mit aromatischen Ölen; Eine Decke über den Käfig legen, eine Schüssel mit heißem Wasser und ätherischen Wirkstoffen. Wichtig: danach für ausreichend Wärme sorgen, denn der Dampf kondensiert am Fell. Unterstützend ist danach auch eine Bestrahlung mit Rotlicht. Dabei darauf achten, dass das Kaninchen dem Licht ausweichen kann, wenn`s zu warm wird.
frischer Fencheltee lindert
Homöopathische Mittelchen:
Spongia D6: 5 Kugeln am Tag, z.B. im Apfel verstecken
|
|
Schnupfen, eitriger Nasenausfluß, eitriger Bindehautentzündung
|
Zum besseren Durchatmen, empfehle ich in akuten Phasen das Dampfbad mit Ölen oder Emser Sole Lösung, Rotlicht lindert
Fencheltee
Echinatea zur Stärkung der Abwehrkräfte ins Trinkwasser; eine Kur sollte nicht läger als acht Wochen dauern, dann pausieren
Vitamin B - ist bei allen Erkältungskrankheiten wichtig; ich reiche Vita-taps, es gibt aber auch flüssige Vitaminmischungen; eine für Kaninchen geeigneter reiner Vitamin B-komplex ist mir noch nicht untergekommen
Homöopathische Mittelchen:
Bryonia D4: 5 Kugeln am Tag, bei allen Schleimhautentzündungen, z.B. im Apfel verstecken
Zusätzlich eine Herzbehandlung durchführen: Cardiacum - Tabletten (Fa. Heel), eine Tablette täglich
zurück
|
|