Warum Kaninchen...? - Tapete von den Wänden reißen.
Für den Besitzer eines Hauskaninchen ein wohl nicht unbekanntes Szenario: ein seltsames
Geräusch schreckt auf, der Blick auf die Tapetenkante unter dem Fenster bringt Gewissheit.
Daneben sitzt das genüsslich schmatzende Kaninchen, das gerade den letzten Zipfel der Tapete
verspeist. Nichts scheint den Rackern mehr
Freude zu bereiten, als Tapete von den Wänden zu reißen. Warum ist das eigentlich so?
Tapeten können auf Kaninchen eine magische Anziehungskraft ausüben.
Oft beginnt es mit einem kleinen, losen Stück Tapete an der Wand und es setzt sich fort bis
die Tapete geradezu grauenhaft aussieht: mit losen, baumelnden Tapetenstücken
und gänzlich abgerissenen Placken. Das Papier wirkt auf Kaninchen so attraktiv, weil es
faserig ist und kaubar. Manche Tiere scheinen sogar den Geschmack von Tapeten besonders zu mögen.
Abgesehen davon, dass wir Menschen diese Unart des Kaninchen nicht sonderlich mögen, Tapete
fressen ist auch nicht gerade gesund für die Tiere und kann sie krank machen. Darum sollten die
"Kaninchenräumlichkeiten" auf kaninchensichere Tapeten abgesucht werden. Geradezu eine Einladung
stellen Kanten, lose Enden, dicke Tapetenblasen dar. Sie bieten für unseren Feinschmecker
genügend Angriffsfläche. Und ist der Anfang erst gemacht... das Ende der Tapete ratscht dann
fast ganz von selbst. Mein Tipp: verstellen Sie gefährliche Kanten. Gänzlich Tapetenschutz bietet
zum Beispiel eine Plexiglasverkleidung im kaninchengefährdeten Bereich.
Ablenkung
Schaffen Sie Ersatz für das Tapetenfressen. Kaninchen mögen es Dinge zu zerfetzen und zu
kauen. Manche Besitzer stellen ihren Zwergen freiwillig Kartons zum Zerbeißen zur Verfügung.
Zeitung eignet sich nicht, die Druckerschwärze enthält giftige Farbpigmente. Auch bei
Pappe sollte auf eventuelle Aufdrucke oder gefährliche "Zutaten" (Heftklammern, Klebestreifen)
geachtet werden. Leere Klorollen oder Papierrollen sind eine Alternative zu Tapete.
Das Beste ist allerdings, sie lassen ihr Kaninchen an den natürlich vorkommenden faserigen
Stoffen seine Freude haben. Zweige und Äste kommen dem Nagetrieb des Tieres am Meisten entgegen.
Auch Rinde erfreut sich großer Beliebtheit. Feine Zweige werden samt und sonders verspachtelt,
dickere Äste sorgsam von der Rinde befreit. Kirschbaumzweige, Haselnuss eignen sich das ganze
Jahr über als gesunde Futterbeigabe. Achten Sie hier nur darauf, dass die Zweige nicht verunreinigt
sind und keine Früchte daran hängen. (Damit sie sich nicht an Kernen verschlucken können).
Zweige erfüllen zudem die Aufgabe des Abriebs der Kaninchenzähne. Eine natürliche, gesunde
Zahnpflege also.
Literatur: Why does my rabbit? (Souvenir Press, Anne McBride)
Die hier empfohlenen Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
Richtigkeit und Anwendbarkeit, da sie in Summe nur aus den Erfahrungswerten der Autorin,
der Fachliteratur, sowie Berichten / Artikeln unterschiedlichster Herkunft stammen. Die
Seiten über Kaninchenkrankheiten sollen dem Halter einen Überblick über
mögliche Erkrankungen, Symptome und Alarmzeichen verschaffen, um so seinen Blick
zu schärfen. Ein Einblick über derzeitig allgemein übliche Behandlungen
sowie Erfahrungsberichte Betroffener, sollen das Verständnis gegenüber bestimmten
Krankheitserscheinungen wecken, damit er sich das nötige Grundwissen zur Suche des geeigneten
Tierarztes erwerben kann.
Die Tipps ersetzten selbstverständlich
keine qualifizierte Tierarztbehandlung!
Die hier wiedergegebenen Informationen sind lediglich Tipps für die Haltung und Pflege des
Kaninchens und ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden
(z.B. bei Anwendungsfehlern bzw. Falschinterpretation) die aus der Anwendung dieser
Informationen entstehen.
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